Schwarze Plakate und Inserate: Rätsel gelöst
16.10.2016 | 16:54
Das Rätsel um die schwarzen Plakate und Inserate ist gelöst: Greenpeace Schweiz macht klar, wie die rätselhafte Kampagne zu verstehen ist. Dabei ginge es darum, dass die Schwarzmalerei der Atomlobby unbegründet sei – die Stromversorgung der Schweiz funktioniere auch bei einem Ja zur Initiative für...
Auf Schweizer Plakatwänden und in verschiedenen Tageszeitungen sind in den letzten Tagen mysteriöse Anzeigen aufgetaucht: Die komplett schwarzen Sujets dürften bei einigen Betrachtern ein Stirnrunzeln ausgelöst haben. Nun hat Greenpeace Schweiz das Rätsel mit einem Inserat in der "SonntagsZeitung" gelöst: Greenpeace möchte auf die Schwarzmalerei der Atomlobby in Bezug auf die Atomausstiegsinitiative aufmerksam machen.
Genügend Strom mit halb so viel AKW-Leistung
Aktuell sind die beiden Atomkraftwerke Leibstadt und Beznau 1 wegen Sicherheitsmängeln für Monate abgeschaltet. Damit fällt 50% der Schweizer Atomproduktion weg – weit mehr als mit der Atomausstiegsinitiative in den nächsten Jahren.
"Beznau 1 hat einen morschen Reaktorbehälter und Leibstadt rostige Brennstäbe", sagt Christian Engeli, Kampagnenleiter von Greenpeace Schweiz. "Die heutige Situation zeigt: Auch wenn mehr als die Hälfte der Atomstromproduktion still steht, gibt es keine Probleme mit der Versorgungssicherheit. Die Gegner der Initiative schüren Ängste, die unbegründet sind."
Ausländischer Dreckstrom nicht notwendig
Die Schweiz kann problemlos sauberen Strom importieren: "Beznau 1 ist mit inländischen Erneuerbaren ersetzt, Beznau 2 und Mühleberg mit erneuerbarem Strom von Schweizer Stromfirmen im Ausland", sagt Christian Engeli. "Auch bei den Stromimporten ist Schwarzmalerei fehl am Platz."