Vier Rappenantilopenkinder im Zoo Basel
31.03.2016 | 08:40
Im Moment sind im Zoo Basel Rappenantilopenkinder verschiedensten Alters zu sehen. Die vier Jungen wogen bei der Geburt nur rund 15 Kilogramm. Jetzt sind sie schon ein gutes Stück gewachsen und erkunden neugierig ihre Umgebung. Immer wieder fordern sie sich gegenseitig zu Spasskämpfen heraus.
Der jüngste Spross der Rappenantilopenherde im Zoo Basel, der Sohn von Mutter Chili, (11) ist am 27. Februar geboren und trägt, wie die im Januar geborenen kleinen Böcke von Evita (9) und Fara (8), noch das typisch helle Jugendkleid. Mit dem Älterwerden wird das hellbraune, flauschige Fell den dunklen Farbton der Erwachsenen annehmen. Zu sehen ist das dunkler werdende Fell beim kleinen Bock im Teenageralter, den Ena (9) im September des letzten Jahres geboren hat. Ihm sind bereits kleine Hörnchen gewachsen, mit denen er sich spielerische Kämpfe mit den anderen Jungen liefert.
Hörner wie Säbel
Bei den drei Jungen von diesem Jahr ist von den für Rappenantilopen typischen, säbelartig nach hinten gebogenen Hörnern noch nicht viel zu sehen. Die Hörner werden bei den erwachsenen Weibchen bis zu einem Meter lang, bei den Männchen gar bis zu einem Meter siebzig. Sie werden vor allem für Ritualkämpfe unter den Böcken genutzt, wobei sich diese auf die "Knie" begeben und sich gegenseitig wegzudrücken versuchen. Aber auch Löwen, Wildhunde, Leoparden und Hyänen lassen sich von den langen Säbeln beeindrucken und ergreifen vor einer wütenden Rappenantilope die Flucht.
Erste Lebenstage fast alleine verbracht
Ähnlich wie unsere heimischen Rehe sind Rappenantilopen "Ablieger". Die Mutter lässt ihr Junges nach der Geburt an einem geschützten Ort und hält sich in einiger Entfernung auf. Zweimal täglich besucht sie das Kleine und lässt es trinken. Noch geruchlos und mit einem braunen Fell getarnt sind Rappenantilopen-Kinder in ihrem Versteck vor Fressfeinden gut geschützt. Erst nach etwa drei Wochen folgen sie der Mutter und der Herde.
Die Heimat der Rappenantilopen liegt in Ostafrika und im nordöstlichen Südafrika. Sie bewohnen Busch- und Baumsavannen, Galeriewälder und halten sich gerne in der Nähe von Wasserstellen auf.
Rappenantilope in der freien Wildbahn: