Die Dezember war landesweit gemittelt 1,7 Grad zu mild im Vergleich zur Norm 1981-2010 und brachte verbreitet nur etwas mehr als die Hälfte der normalen Niederschlagsmengen. Die Sonnenscheindauer blieb in den meisten Gebieten unterdurchschnittlich. Der Monat endete mit einem kräftigen...
Die Dezember war landesweit gemittelt 1,7 Grad zu mild im Vergleich zur Norm 1981-2010 und brachte verbreitet nur etwas mehr als die Hälfte der normalen Niederschlagsmengen. Die Sonnenscheindauer blieb in den meisten Gebieten unterdurchschnittlich. Der Monat endete mit einem kräftigen Wintereinbruch mit eisiger Kälte und Schnee bis in tiefe Lagen.
Bis Weihnachten extrem mild und sonnenarm
Überwiegend milde West- und Südwest-Strömungen bescherten der Schweiz bis am 25. Dezember meist frühlingshafte Temperaturen, am 8. bis 10. kurz unterbrochen von durchziehender Höhenkaltluft mit etwas Schneefall bis in die Niederungen auf der Alpennordseite. Ab dem zweiten Monatsdrittel lagen die Tagesmitteltemperaturen bis Weihnachten in der ganzen Schweiz oft 3 bis 8 Grad über der Norm 1981-1990.
Im Tessin, im Engadin und im Wallis war bereits das erste Monatsdrittel extrem mild mit verbreitet 3 bis knapp 6 Grad über der Norm. Der Messstandort Plaffeien auf 1042 m ü.M. verzeichnete am 23. den wärmsten Dezembertag seit 25 Jahren. Die Tagesmitteltemperatur erreichte 11,6 Grad. Höher lag hier die Tagesmitteltemperatur letztmals am 16. Dezember 1989 mit 12,7 Grad.
Kaum Schnee an Weihnachten
Auf der Alpennordseite zeigte sich der Dezember bis am 18. ausgesprochen sonnenarm und oft regnerisch. Im Tessin und Engadin war es hingegen zwischen dem 6. und 12. Dezember recht sonnig. Sonnenschein gab es dann überall vom 19. bis am 23., auf der Alpensüdseite auch am 25. und 26. Dezember.
Schnee lag bis Weihnachten meist nur oberhalb von 1'000 bis 1'500 m ü.M., und auch dort nur in unterdurchschnittlichen Mengen. Gemäss dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut Davos erreichte die alpine Schneedecke kurz vor Weihnachten verbreitet erst 30 bis 60 Prozent der normalen Höhe. Annähernd normale Schneeverhältnisse gab es nur in den Walliser Südtälern mit 60 bis 90 Prozent der normalen Schneehöhen.
Kräftiger Wintereinbruch aufs Monatsende
Mit Kaltluft aus Nordwesten und später aus Norden kippte die Witterung ab dem 26. Dezember innerhalb von zwei Tagen von extrem mild auf winterlich kalt. Die Tagesmitteltemperaturen fielen überall 1 bis 3 Grad unter die Norm 1981-2010, am 27. auch im Südtessin. In Gipfellagen sanken die Tagesmitteltemperaturen gar 5 bis über 9 Grad unter die Norm 1981-2010. Auf der Alpennordseite fiel vom 26. bis am 29. Schnee bis ins Flachland. Lokal waren es insgesamt 20 bis 30 cm Neuschnee. In höheren Lagen entlang des Alpennordhanges sowie im Jura gab es 40 bis 60 cm.
In der kalten Luft und mit aufklarendem Himmel sank die Minimum-Temperatur im Mittelland am Morgen des 29. Dezember lokal auf extrem tiefe Werte. In Hallau im Kanton Schaffhausen fiel sie auf minus 21,1 Grad. Das ist an diesem Messstandort der weitaus tiefste Dezemberwert in der über 50jährigen Messreihe. Aber auch sonst gab es hier nur vier Wintertage, alle aus einem Januar, welche noch etwas tiefere Werte brachten. Die tiefste Temperatur mit minus 24,8 Grad stammt vom 9. Januar 1985.
Auch am Messstandort Zürich-Kloten sank die Temperatur am frühen Morgen des 29. Dezember auf einen ungewöhnlich tiefen Dezemberwert von minus 17,5 Grad. Vergleichbar tiefe Dezemberwerte wurden in der über 50-jährigen Klotener Messreihe nur am 20. Dezember 1981 mit minus 17,6 Grad und am 30. Dezember 1964 mit ebenfalls minus 17,5 Grad aufgezeichnet. Für nur wenig später liegende Zeitpunkte gibt es allerdings noch deutlich tiefere Messwerte, so vom 2. Januar 1971 mit minus 18,3 Grad und vom 5. Januar 1985 mit minus 21,7 Grad. Wirklich eisige Verhältnisse herrschten aber in La Brévine im Jura mit knapp minus 30 Grad. Für diesen Standort ist dies allerdings kein extrem tiefer Dezemberwert.
Sehr später Nadelfall der Lärchen und bereits vereinzelt blühende Haselsträucher
Vielerorts fielen die Lärchennadeln in diesem Jahr erst im Dezember mit 1-3 Wochen Verspätung (Vergleichsperiode 1996-2013). Zum späten Nadelfall trugen vor allem die milden Temperaturen, der wenige Frost und die wenigen Herbststürme bei.
Die milden Temperaturen bis Weihnachten beeinflussten auch weitere Pflanzen. Einzelne Knospen der Forsythien trieben Blüten, Löwenzahn und Veilchen wurden beobachtet und sogar erste Haselsträucher begannen zu blühen, beispielsweise am 20. Dezember in der Nähe von Stein (AG) und in Aarau.
Bis Weihnachten extrem mild und sonnenarm
Überwiegend milde West- und Südwest-Strömungen bescherten der Schweiz bis am 25. Dezember meist frühlingshafte Temperaturen, am 8. bis 10. kurz unterbrochen von durchziehender Höhenkaltluft mit etwas Schneefall bis in die Niederungen auf der Alpennordseite. Ab dem zweiten Monatsdrittel lagen die Tagesmitteltemperaturen bis Weihnachten in der ganzen Schweiz oft 3 bis 8 Grad über der Norm 1981-1990.
Im Tessin, im Engadin und im Wallis war bereits das erste Monatsdrittel extrem mild mit verbreitet 3 bis knapp 6 Grad über der Norm. Der Messstandort Plaffeien auf 1042 m ü.M. verzeichnete am 23. den wärmsten Dezembertag seit 25 Jahren. Die Tagesmitteltemperatur erreichte 11,6 Grad. Höher lag hier die Tagesmitteltemperatur letztmals am 16. Dezember 1989 mit 12,7 Grad.
Kaum Schnee an Weihnachten
Auf der Alpennordseite zeigte sich der Dezember bis am 18. ausgesprochen sonnenarm und oft regnerisch. Im Tessin und Engadin war es hingegen zwischen dem 6. und 12. Dezember recht sonnig. Sonnenschein gab es dann überall vom 19. bis am 23., auf der Alpensüdseite auch am 25. und 26. Dezember.
Schnee lag bis Weihnachten meist nur oberhalb von 1'000 bis 1'500 m ü.M., und auch dort nur in unterdurchschnittlichen Mengen. Gemäss dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut Davos erreichte die alpine Schneedecke kurz vor Weihnachten verbreitet erst 30 bis 60 Prozent der normalen Höhe. Annähernd normale Schneeverhältnisse gab es nur in den Walliser Südtälern mit 60 bis 90 Prozent der normalen Schneehöhen.
Kräftiger Wintereinbruch aufs Monatsende
Mit Kaltluft aus Nordwesten und später aus Norden kippte die Witterung ab dem 26. Dezember innerhalb von zwei Tagen von extrem mild auf winterlich kalt. Die Tagesmitteltemperaturen fielen überall 1 bis 3 Grad unter die Norm 1981-2010, am 27. auch im Südtessin. In Gipfellagen sanken die Tagesmitteltemperaturen gar 5 bis über 9 Grad unter die Norm 1981-2010. Auf der Alpennordseite fiel vom 26. bis am 29. Schnee bis ins Flachland. Lokal waren es insgesamt 20 bis 30 cm Neuschnee. In höheren Lagen entlang des Alpennordhanges sowie im Jura gab es 40 bis 60 cm.
In der kalten Luft und mit aufklarendem Himmel sank die Minimum-Temperatur im Mittelland am Morgen des 29. Dezember lokal auf extrem tiefe Werte. In Hallau im Kanton Schaffhausen fiel sie auf minus 21,1 Grad. Das ist an diesem Messstandort der weitaus tiefste Dezemberwert in der über 50jährigen Messreihe. Aber auch sonst gab es hier nur vier Wintertage, alle aus einem Januar, welche noch etwas tiefere Werte brachten. Die tiefste Temperatur mit minus 24,8 Grad stammt vom 9. Januar 1985.
Auch am Messstandort Zürich-Kloten sank die Temperatur am frühen Morgen des 29. Dezember auf einen ungewöhnlich tiefen Dezemberwert von minus 17,5 Grad. Vergleichbar tiefe Dezemberwerte wurden in der über 50-jährigen Klotener Messreihe nur am 20. Dezember 1981 mit minus 17,6 Grad und am 30. Dezember 1964 mit ebenfalls minus 17,5 Grad aufgezeichnet. Für nur wenig später liegende Zeitpunkte gibt es allerdings noch deutlich tiefere Messwerte, so vom 2. Januar 1971 mit minus 18,3 Grad und vom 5. Januar 1985 mit minus 21,7 Grad. Wirklich eisige Verhältnisse herrschten aber in La Brévine im Jura mit knapp minus 30 Grad. Für diesen Standort ist dies allerdings kein extrem tiefer Dezemberwert.
Sehr später Nadelfall der Lärchen und bereits vereinzelt blühende Haselsträucher
Vielerorts fielen die Lärchennadeln in diesem Jahr erst im Dezember mit 1-3 Wochen Verspätung (Vergleichsperiode 1996-2013). Zum späten Nadelfall trugen vor allem die milden Temperaturen, der wenige Frost und die wenigen Herbststürme bei.
Die milden Temperaturen bis Weihnachten beeinflussten auch weitere Pflanzen. Einzelne Knospen der Forsythien trieben Blüten, Löwenzahn und Veilchen wurden beobachtet und sogar erste Haselsträucher begannen zu blühen, beispielsweise am 20. Dezember in der Nähe von Stein (AG) und in Aarau.