Das Glarnerland gilt als eines der steilsten Alpentäler. Die mächtigen Höhenunterschiede äussern sich landschaftlich durch die eindrückliche Bergkulisse mit Alpengipfeln wie Tödi oder Glärnisch. Das natürliche Fitnesscenter Glarnerland bietet auch beste Voraussetzungen für Sportlerkarrieren wie die von Urs Freuler, dem zehnfachen Bahnweltmeister und Sieger vieler Strassen- und Sechstagerennen.
Während die Natur den Kanton Glarus im Winter nur von Freulers Heimatgemeinde Glarus Nord her erreichbar macht, zählen im Sommer die Verbindungen vom urnerischen Schächental und vom schwyzerischen Muotatal zu den beliebtesten Alpenpässen durch malerische Natur- und Berglandschaften.
Diese Welt ist am FreiPass Klausen Pragel für zwei Tage dieses Jahres den Fans und Freunden des Langsamverkehrs vorbehalten. "Ein Wochenende, zwei Pässe motorfahrzeugfrei – das gibt es in der ganzen Saison 2016 und im ganzen Alpenraum nur einmal", werben die Veranstalter begeistert.
Klausenpass zwischen Linthal und Unterschächen
Linthal ist das Tor zum beliebten Ferienort Braunwald. Die autofreie Sonnenterrasse ist ab hier nur mit der Standseilbahn erreichbar – oder zu Fuss, mit dem Bike und E-Bike. In Linthal schmiegt sich auch die kurvenreiche Klausenpasstrasse zunächst hoch auf den Urnerboden. Mit der Klause-Ranch befindet sich hier ein Treffpunkt der Motorrad- und Wild-West-Szene, der auch Velofahrer zur Rast einlädt.
Auf dem Urnerboden lädt auch das Gasthaus Sonne zur Rast ein. Nach insgesamt 25 Kilometern mit einer durchschnittlichen Steigung von 5.8% ist die Passhöhe auf 1948m ü. M. erreicht.
Nach einer Stärkung im Klausenpass-Kiosk oder im Hotel Klausenpasshöhe folgt die zehn Kilometer lange Abfahrt nach Unterschächen mit einer durchschnittlichen Neigung von 6.1%.
Bild: Silvia Schneider, Verein FreiPass
Pragelpass zwischen Glarus und Muotatal
Sechs Kilometer und 400 Höhenmeter vom Kantonshauptort Glarus entfernt wartet das Naturidyll im Klöntal. Hier ragt das Glärnisch-Massiv steil aus dem spiegelglatten Klöntalersee.
Genussvolles Rasten ist im Berggasthaus Schwammhöhe, Hotel Rhodannenberg, den Restaurants Plätz und Vorauen angesagt. Bis zur Pragelpasshöhe auf 1550 m ü. M. sind weitere 700 Höhenmeter zu überwinden. Auf halber Strecke und kurz vor der Kantonsgrenze empfängt das Gasthaus Richisau seine Gäste an wild-romantischer Lage. Auf der Passhöhe auf Schwyzer Boden ist die Einkehr in der familiär betriebenen Alpwirtschaft so gut wie ein Muss. Von dort führt die Pragelpasstrasse vorbei an einem weiteren Naturidyll, dem Bödmerenwald, ins Muotatal.
Am FreiPass Pragel ist die Strecke vom Pragelpass nach Muotathal wie üblich für den motorisierten Privatverkehr geöffnet.
FreiPass Klausen
Samstag, 24. September 2016 zwischen Unterschächen und Linthal
Streckensperrung für motorisierten Privatverkehr: 9.00 bis 16.00 Uhr
Gemeinsamer Start: 10.00 Uhr in Linthal
FreiPass Pragel
Sonntag, 25. September 2016 zwischen Glarus und Passhöhe
Streckensperrung für motorisierten Privatverkehr: 10.00 bis 15.00 Uhr zwischen Rhodannenberg und Passhöhe (9.30 bis 11.30 Uhr von Bitzigen über Sackberg bis Rhodannenberg)
Gemeinsamer Start: 10 Uhr in Glarus, Zaunplatz