Klirrende Kälte herrscht am Morgen in der Bärenanlage des Natur- und Tierparks Goldau. Der Tierpfleger hat die Äpfel, Nüsse und Bärenwürfel in der Aussenanlage versteckt. Sofort machen sich die beiden neunjährigen Brüder Takis und Arko auf die Suche nach dem Futter.
Die beiden haben jedoch nicht nur ihr eigenes Futter in der Nase, sie stöbern im Schnee auch nach Knochen und Fleischresten, welche die Wölfe liegen gelassen haben. Schon bald ist Takis fündig geworden. Er hat einen Beinknochen aus dem Schnee gegraben. Dieser ist nach der kalten Nacht natürlich beinhart gefroren.
Jetzt kommt der Erfindergeist der Bären zum Zug. Takis hat gelernt, dass die Wassertemperatur des benachbarten Bachs immer leicht über dem Gefrierpunkt liegt. Diese Erfahrung macht er sich zunutze, um den Knochen mit den Fleischresten aufzutauen, damit er ihn abnagen kann.
Bild: Im Akkord wird der Bau vorangetrieben. - Tierpark Goldau
Fleissiger Höhlenbauer
Nach dieser Zwischenverpflegung hat er genug Kraft getankt, um an seiner Höhle weiter zu arbeiten. Sie hat bereits eine Tiefe von zwei Metern, muss jetzt aber ausgebessert werden, da die Ingenieurkenntnisse des Bären offensichtlich nicht ausreichen, um den instabilen Untergrund des Bergsturzbodens richtig einzuschätzen.
Ein Teil der Höhle ist eingestürzt, was einen Bären aber nicht verzagen lässt. Wenn man einem Bären beim Graben zuschaut, hat man das Gefühl, Obelix persönlich sei am Werk: Erde, massive Steinbrocken und Wurzelstücke fliegen meterweit durch die Luft. Fast wie im Akkordtunnelbau wird der Bau vorangetrieben und schon nach wenigen Minuten verschwindet die vordere Hälfte des Bären in seinem Bauwerk.
Bild: Takis steigt in seine Höhle. - Tierpark Goldau
Bald ist die Behausung fertiggestellt, und der Baumeister trottet zufrieden von dannen, um sich das Znüni zu suchen. Wie schön ist doch das Bärenleben im Fünfsternehotel Natur- und Tierpark Goldau.
Bild: Takis geniesst seine Beute. - Tierpark Goldau