EHC Biel - Zwischen Relegationsrunde und Playoffs

Die Seeländer wandern auf einem schmalen Grat zwischen Play-off und Relegationsrunde. Dies ist nicht dem Klub geschuldet, sondern der Leistungsdichte der Liga. Kleine Details werden am Ende den Ausschlag für oder gegen die Play-offs geben.

Wird dem EHC Biel der erneute Einzug in die Play-Offs gelingen? Oder werden die Seeländer in die Relegationsrunde verbannt? Was spricht für die schönste Zeit der Saison und was dagegen? Diese Fragen zu beantworten ist kein Leichtes unterfangen. Dennoch versuche ich dies.

Wird dem EHC Biel der erneute Einzug in die Play-offs gelingen? Oder werden die Seeländer in die Relegationsrunde verbannt? Was spricht für die schönste Zeit der Saison und was dagegen? Diese Fragen zu beantworten ist kein Leichtes unterfangen. Dennoch versuche ich dies.

Der EHC Biel hat mit Martin Steinegger einen versierten Sportchef. Er hat in der letzten Saison mit einigen Zuzügen überrascht. In diesem Sommer war der Sportchef erneut erfolgreich und konnte mit Jason Fuchs einen auf dem Schweizer Markt umworbenen Spieler für Biel gewinnen. Der Center kann auch Flügel spielen, ist ein starker Läufer und versteht es, das Spiel zu lesen und seine Mitspieler besser zu machen. Es fehlt ihm jedoch das defensive Gewissen. Dieses wird er beim neuen Klub lernen und verinnerlichen. Ein Aufgebot in die Nationalmannschaft würde nicht erstaunen.

 

 Jason Fuchs wird in Biel weiter reifen (Bild eishockeyticker.ch / Barbara Zimmermann)

 

Mit Dominik Diem von den GCK Lions folgt ein weiterer junger Spieler dem Ruf des EHC. Diem ist ein exzellenter Skater mit einem guten Riecher vor dem Tor. Er zeigte an den U20-Weltmeisterschaften, zu was er fähig ist. Dazu kann Diem auf dem Flügel oder auf der CenterPosition eingesetzt werden. Defensiv ist er weiter als dies Jason Fuchs ist. Er ist ein Center, der die Verantwortung nicht nur nach vorne sucht, sondern auch nach hinten absichert.

Vom HC Davos trifft Beat Forster im Seeland ein. Der Verteidiger Haudegen, welcher vor dem Tor Aufräumen und dem einen oder anderen Gegner unter die Haut geht, bekommt im Team von Mike McNamara eine wichtige Aufgabe zugewiesen. Er soll den Platz eines Ausländers einnehmen und die Verteidigung führen. Zudem verspricht Forster mit seiner Spielweise viel Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Forster muss von der Strafbank fern bleiben, um dem EHC Biel zu helfen. Gelingt ihm dies, so ist er ein sehr wertvoller Spieler.

 

Beat Forster wird die Position eines Ausländers in der Verteidigung einnehmen (Bild eishockeyticker.ch / Barbara Zimmermann)

Mit Samuel Kreis kommt das Gegenteil von Beat Forster zu den Seeländern. Der laufstarke Berner Verteidiger kann in der Offensive das eine oder andere Mal überraschen. Er kann an der blauen Linie das Power-Play führen und die Pucks verteilen. Kreis ist aber auch fähig, nach hinten abzusichern und den einen oder anderen Gegner auflaufen zu lassen, ohne dass er dazu zu unlauteren Mitteln greifen muss. Von ihm kann in Zukunft viel erwartet werden. Seine Ausbildung zum fertigen NL-Verteidiger beginnt gerade erst in Biel.

Mit den Zuzügen konnten die Abgänge in etwa ersetzt werden. Zu den Abgängen gehört auch Deve Sutter, der im zweiten Teil der Meisterschaft zu den Verteidigern gehörte, die mich zu überzeugen vermochten. Er wird sein Glück bei den ZSC Lions versuchen. Ob ihm dort genügend Eiszeit geboten wird, um in seiner Entwicklung einen Schritt weiterzukommen bleibt abzuwarten. Der Transfer von Biel zum SC Bern hat Gaëtan Hass vollzogen. Dort soll der Center den langjährigen Captain, Martin Plüss, ersetzen. Wird ihm dies gelingen können? Die Bieler Fans werden dies sicher gespannt verfolgen.

Auf der Torhüter Position ging Simon Rytz. Ersetzt wird der nun beim EHC Olten spielende Torhüter jedoch nicht eins zu eins. Mit Maxime Baud und Ellen Paupe sind zwei Junge Schlussmänner im Kader der Seeländer. Paupe wird zuerst noch in Ajoie zu Einsätzen kommen. Wenn sich Hiller verletzt, dann könnte Martin Steinegger auf dem Transfermarkt wieder aktiv werden. Beide Ersatztorhüter können für mich noch keine NL Partie mitprägen oder Hiller wirklich ersetzen.

 

 Jonas Hiller wird noch besser sein als letztes Jahr (Bild: eishockeyticker.ch / Barbara Zimmermann)

In der neuen Saison wird Mike McNamara zeigen, dass er Biel auf die Erfolgsstrasse führen kann. Der gute Ausbilder und Kommunikator kann im Seeland viel erreichen. Zusammen mit seinen Co-Trainern Anders Olssen und Marco Streit kann der nächste Schritt erfolgen. Dieser sollte in Biel die Etablierung des Klubs unter den ersten sechs Mannschaften des Landes sein. Dass die Seeländer dies erreichen können, ist keine Illusion. Es ist nur eine Frage der Zeit. In diesem Jahr wird es vermutlich noch nicht so weit sein. Die Mannschaft ist aktuell noch etwas zu “alt” aber der Prozess der Verjüngung wurde eingeleitet. Wenn Martin Steinegger im Verlaufe dieser Saison den einen oder anderen jungen Spieler verpflichten kann, dann kann Biel bald in einem Halbfinale spielen.