Im letzten Jahr wurden 5'202 Asyldossiers überprüft

(Bildquelle: infoticker)

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) untersuchte 2016 eine Rekordzahl an Asyldossiers. Von 5'202 überprüften Dokumenten wurde in 14 Fällen die Ablehnung des Asylantrages empfohlen.

Obwohl die Anzahl der Asylgesuche im vergangenen Jahr drastisch gesunken ist, wurden verhältnismässig viele Asydossiers vom NDB überprüft. Im Jahr 2015 wurden bei 40'000 Asylgesuchen 4'910 überprüft, 2016 kamen auf nur 27'500 Gesuche 5'202 Überprüfungen.

Der NDB äusserte in 14 Fällen Bedenken bezüglich der Sicherheit und empfahl eine Ablehnung des Asylgesuchs, sowie die Aberkennung des Asyl- und Flüchtlingsstatus.

Eindämmen der Terrorgefahr

Grund für diese Entwicklung ist die erhöhte Terrorgefahr, die nach dem Anschlag in Berlin, dessen Attentäter Kontakte in die Schweiz hatte, noch weniger zu unterschätzen ist. Um der Bedrohung durch Anschläge in der Schweiz entgegenzuwirken, werden potentielle Täter mithilfe der Überprüfung aussortiert. Hierbei konzentrieren sich die Ermittler auf radikalisierte Personen oder Rückkehrer aus Dschihadgebieten.

Mithilfe von Abfragen in den Datenbanken des Nachrichtendienstes, sowie in externen Datenbanken werden verdächtige Personen überprüft und gegebenenfalls deren Ablehnung empfohlen.

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