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Glarus

Impf-Offensive vom Bund - Kanton Glarus lehnt Beratungsgutscheine ab

Der Kanton Glarus nimmt Stellung zur Impfoffensive vom Bund.(Symbolbild)
Der Kanton Glarus nimmt Stellung zur Impfoffensive vom Bund.(Symbolbild) (Bildquelle: iStock)

Der Regierungsrat nimmt Stellung zur geplanten Impfoffensive des Bundes. Massnahmen für eine höhere Impfquote begrüsst er, spricht sich aber klar gegen mobile Impfstellen und Beratungsgutscheine aus.

Der Glarner Regierungsrat teilt die Einschätzung des Bundes, dass die Anstrengungen der Impfkampagne gegen das Coronavirus nochmals intensiviert werden sollen. Er fordert vom Bundesrat aber, dass dieser klare Ziele formuliert, bei welcher Impfquote welche Massnahmen aufgehoben werden können. Die ausgeweitete Zertifikatspflicht soll nach Auffassung des Regierungsrates so rasch wie möglich wieder aufgehoben werden.

Mobile Beratungs- und Impfstellen in GL wenig sinnvoll

Das Glarner Impfzentrum im Gesellschaftshaus in Ennenda ist von überall im Kantonsgebiet gut und schnell erreichbar. Der Vorschlag des Bundes, zusätzlich mit mobilen Angeboten durch den Kanton zu ziehen, wird als wenig zielführend für die Glarner Verhältnisse eingeschätzt. Der grosse logistische und personelle Aufwand könnte sich mangels Interesse als Leerlauf erweisen, in der Öffentlichkeit dann als Verschleuderung der Ressourcen aufgefasst werden, und sich ausserdem demotivierend auf das eingesetzte Gesundheitspersonal auswirken. Bezüglich dem Vorschlag von individuellen Beratungsangeboten ist der Regierungsrat ebenfalls skeptisch. Er schlägt als Alternative eine Gratis-Impfberatung beim Hausarzt vor.

Beratungsgutscheine werden abgelehnt

Die Einführung von Beratungsgutscheinen bewertet der Glarner Regierungsrat als ungerecht. Einerseits sind sie ungerecht gegenüber all jenen, die sich bereits haben impfen lassen. Andererseits ist eine Geldzahlung für einen Akt der Solidarität unschweizerisch. Der Impfentscheid soll weiterhin individuell frei von äusseren Zwängen und auch frei von finanziellen Anreizen getroffen werden.

Quelle: Kanton Glarus