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Aargau

Kanton Aargau – Harter Rückschlag für die Wirtschaft

Die Aargauer Wirtschaft erlebt einen herben Rückschlag
Die Aargauer Wirtschaft erlebt einen herben Rückschlag (Bildquelle: schuldnerhilfe (CC0))

Regierungsrat bedauert den Abbau von insgesamt 429 Stellen bei General Electric (GE) in Oberentfelden und in Baden.

Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens zwischen General Electric (GE) und den Arbeitnehmerorganisationen fällt der Stellenabbau zwar geringer aus als im September 2020 angekündigt: GE will am Standort Oberentfelden festhalten und 374 statt wie angekündigt 500 Stellen abbauen; 119 Arbeitsplätze werden in Oberentfelden verbleiben. Weitere 55 Stellen werden in Baden abgebaut. Dieser Stellenabbau ist ein herber Verlust und ein erneuter Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Aargau. Der Regierungsrat erwartet von GE, dass für die betroffenen Mitarbeitenden Anschlusslösungen geboten und soziale Härtefälle vermieden werden.

Der Regierungsrat ist enttäuscht, dass der im September 2020 angekündigte Stellenabbau nach Abschluss der nationalen und der europäischen Konsultationsphase trotz grossem Einsatz des Verhandlungsteams nicht weiter verringert wurde. Einmal mehr werden für den Aargau wichtige Industrie-Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Nach intensiven Konsultationsverhandlungen können in Oberentfelden wenigstens rund 119 Arbeitsplätze erhalten werden. Auch in Baden (GE Gas) konnte der angekündigte Stellenabbau teilweise reduziert werden.

Standorte Oberentfelden und Birr müssen erhalten bleiben

Dieser grosse Stellenabbau ist ein herber Verlust und ein erneuter Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Aargau. Der Regierungsrat erwartet, dass GE seine mehrfachen früheren Versprechen einlöst und an den Standorten Oberentfelden und Birr in zukunftsweisende Technologien investiert. "Ich bedaure diesen grossen Verlust an Arbeitsplätzen sehr", erklärte Regierungsrat Dieter Egli, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres. "Positiv zu werten ist, dass GE am Standort Oberentfelden festhält. Dort soll unter anderem ein globales Kompetenzzentrum für Module von Windkraftwerken aufgebaut und das hervorragende Knowhow vor Ort weiterentwickelt werden. Ich fordere GE auf, die Standorte Oberentfelden und Birr, an denen engagierte Mitarbeitende tätig sind, zu erhalten und mittelfristig auszubauen."

Der Regierungsrat nimmt zur Kenntnis, dass die Firma GE ihre soziale Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehmen will. Er erwartet, dass GE alles daransetzt, soziale Härtefälle zu vermeiden, und dass im Einzelfall grosszügige Lösungen getroffen werden. Oberstes Ziel muss es sein, für möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden neue Arbeitsplätze zu finden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit steht in engem Kontakt mit den Verantwortlichen von GE und wird die vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden bei der Stellensuche unterstützen.