Volero trumpft an der FIVB Volleyball Women’s Club World Championship weiter auf. Nach dem 3:0 gegen den thailändischen Meister Bangkok Glass gestern im Eröffnungsspiel folgte heute, Mittwoch, der zweite Sieg am prestigeträchtigsten Clubvolleyball-Turnier der Welt.
Die Zürcherinnen dominierten dabei das Spielgeschehen von A bis Z und mussten um keinen einzigen Satz bangen. Vor allem in der Offensive brillierte der Schweizer Meister. Jeder zweite Angriff resultierte direkt in einen Punkt. Die Japanerinnen waren deshalb vor allem in der Verteidigung beschäftigt und fanden nicht wirklich ins Spiel.
So übernahm der Schweizer Meister von Beginn weg das Zepter. Das einzige Aber war auch hier wie schon am Vortag die hohe Anzahl an Eigenfehlern. Gleich deren acht leistete sich das Team im ersten Satz. Trotzdem holten sich die Zürcherinnen den Startsatz mit 25-19.
Angriffe erfolgreich geblockt
Im zweiten und dritten Satz erhöhten die letztjährigen Gastgeberinnen der Clubweltmeisterschaft noch einmal das Tempo und liefen vor allem im Block zur Höchstform auf - mit gleich fünf im zweiten und drei direkten Blockpunkten im dritten Satz liessen die Zürcherinnen kaum Angriffe zu.
Hisamitsu Springs auf der anderen Seite fand schlichtweg kein Gegenmittel gegen das wuchtige Angriffsspiel der Schweizerinnen. Dabei war es wiederum allen voran Olesia Rykhliuk, die im Angriffsspiel brillierte. Die Diagonalangreiferin holte sich insgesamt 19 Punkte und war somit zum zweiten Mal in Folge die beste Scorerin.
So gingen die Sätze zwei und drei mit 25-15 und 25-17 und somit auch das zweite Gruppenspiel an das Starensemble aus Zürich. Die Halbfinalqualifikation war perfekt.
Leistung gesteigert
Zuspielerin Fabíola zeigte sich nach der Partie zufriedener als noch am Vortag: "Ich denke, dass wir heute deutlich besser gespielt haben als gestern - dies über alle Aspekte hinweg. Wir haben nicht nur im Angriff, sondern auch im Block viel besser agiert und schnell in unseren Rhythmus gefunden. Das zeigt, dass wir für die kommenden Herausforderungen bereit sind."
Denn Volero Zürich steht nach dem Sieg im zweiten Gruppenspiel frühzeitig im Halbfinale des prestigeträchtigsten Turnieres im internationalen Clubvolleyball. Bangkok Glass und der Clubweltmeister von 2013, VakifBank Istanbul, auf der anderen Seite kämpfen nun in der Gruppe B noch um das letzte Halbfinalticket.
Über den Halbfinalgegner will die brasilianische Nationalspielerin aber keinen Gedanken verlieren: "Wir müssen jetzt einfach weiter hart arbeiten und in jeder Partie unser bestes Volleyball abrufen, denn an einem solchen Turnier wie der Clubweltmeisterschaft darf man kein Team als stärker oder schwächer einschätzen. Wir müssen deshalb an unser Spiel denken und in jeder Sekunde 100% bereit sein."
Kampf um den Gruppensieg
Nun kämpfen die Zürcherinnen aber zuerst morgen in ihrem letzten Spiel der Poolphase um 10.30 Uhr Schweizer Zeit um den Gruppensieg - und dies ausgerechnet gegen den alten Rivalen VakifBank Istanbul.
Volleyballfans können sich auf eine Partie mit viel Spannung und Emotionen freuen, trafen die beiden Teams doch bereits in der vergangenen Saison im Viertelfinale der CEV Champions League aufeinander und lieferten sich ein äusserst enges und spannendes Duell. Die Zürcherinnen zogen damals den Kürzeren und können sich nur gerade sechs Monate später dafür an der FIVB Volleyball Women’s Club World Championship revanchieren.
Das Spiel wird auf dem Schweizer Sportfernsehsender ULS Network am Abend um 19 Uhr übertragen.