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Zoo Basel verabschiedet sich von vier Löwen-Jungs

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Gestern noch spielten die am 13. und 19. November 2013 geborenen Junglöwen Kijana, Kweli, Kali und Kibonge mit ihren Müttern Okoa (13), Uma (13) und dem Vater Mbali (13) auf der Gamgoas-Aussenanlage im Zoo Basel. Jetzt beginnt für die vier jungen Männchen ein neuer Lebensabschnitt. Drei von ihnen...

Gestern noch spielten die am 13. und 19. November 2013 geborenen Junglöwen Kijana, Kweli, Kali und Kibonge mit ihren Müttern Okoa (13), Uma (13) und dem Vater Mbali (13) auf der Gamgoas-Aussenanlage im Zoo Basel. Jetzt beginnt für die vier jungen Männchen ein neuer Lebensabschnitt. Drei von ihnen sind heute im Safaripark von Givskud, Dänemark angekommen. Das vierte ist in Zlin, einem tschechischen Zoo, wo es mit einer Partnerin zusammenleben wird. Alle vier sind wohlauf und inspizieren ihr neues Heim.

Die Mütter der Löwen-Jungs Okoa (13) und Uma (13) gebaren im November 2013 mit nur sechs Tagen Abstand jeweils zwei Junge. Uma bekam zum ersten Mal Nachwuchs, für Okoa war es bereits der dritte Wurf. Bei ihrer Abreise waren die vier Kater schon fast so gross wie ihre Eltern und es zeichnete sich bereits eine kleine Mähne ab. In den Wochen zuvor war Vater Mbali zwar immer noch recht freundlich zu seinen Söhnen und spielte auch mit ihnen. Wenn es aber ums Fressen ging, verstand er keinen Spass mehr und er verjagte die Jungen vom Futter. Die Tierpfleger fütterten Vater und Söhne getrennt, aber es war klar, für die vier Teenager war es Zeit, den Zolli zu verlassen.

Gut gereist und gut angekommen

Sei es im Zoo oder in der Natur, ein Löwenrudel kann nicht unendlich wachsen. Junge Löwenmännchen verlassen ihr Rudel. Sie ziehen dann oft gemeinsam umher und sammeln Erfahrungen, bis sie stark genug sind, ein eigenes Rudel zu übernehmen. Im Zoo müssen die Junglöwen von den Eltern getrennt werden. So wird Inzucht und Streit vermieden. Damit der Transport reibungslos über die Bühne geht, wurden sämtliche Papiere für die Aus- und Einfuhr bereits Wochen vor der Abreise beantragt.

Der Zootierarzt machte einen Gesundheitscheck, ein geeignetes Transportunternehmen wurde gefunden und eine passende Kiste gezimmert. Dann stand der Reise nichts mehr im Wege. Damit nicht zu viel Unruhe in die Gruppe kommt, sollten alle vier Jungen den Zoo am gleichen Tag verlassen. Kijana, Kweli, Kali und Kibonge haben die Reise gut überstanden und das Ausladen verlief ebenso problemlos. Nun werden alle ausreichend Zeit haben, ihre neue Umgebung kennen zu lernen.

Wertvolle Löwen-Gene

Im Jahr 2012 wurde das Europäische Zuchtbuch für die Afrikanischen Löwen ins Leben gerufen. Für das neue Zuchtbuch sind die Basler Löwen-Jungs genetisch besonders wertvolle Tiere. Ihre Eltern kamen 2003 aus zwei verschiedenen Parks aus Südafrika in den Zolli.

Ausserdem sind sie frei von einem bestimmten Katzenvirus (FIV), einer häufigen und besonders ansteckenden Krankheit, mit der sich alle Katzenartigen infizieren können. Die Basler Löwen stellen mit ihren Jungtieren ihre wertvollen Gene nun auch anderen Zoos zur Verfügung.

Hilfe für die Löwen in Afrika

Der Bestand der afrikanischen Löwen ist zwischen 2004 und 2014 um 45 Prozent zurückgegangen. In Westafrika sind es sogar 90 Prozent. Verantwortlich für diesen Rückgang sind Konflikte mit dem Menschen, Lebensraumverlust, Trophäenjagd und Krankheiten, die durch den Menschen über Haus- und Nutztiere verbreitet wurden.

Um den Löwen in der Natur zu helfen, unterstützt der Zoo Basel den "Predator Compensation Fund" der "Big Life Foundation". Diese setzt sich im Amboseli-Tsavo-Ökosystem in Kenia für den Schutz der Löwen ein. Er unterstützt die dort ansässigen Massai mit einer Abgeltung, wenn ihr Vieh nachweislich von Löwen oder anderen Raubtieren angegriffen wurde.

Ausserdem unterstützt die "Big Life Foundation" die jungen Massai-Krieger bei den Massai Olympics. Diese stellen eine Alternative zur traditionellen Löwenjagd dar, bei der junge Massai-Krieger ihren Mut unter Beweis stellen. Statt Löwen zu jagen, beweisen die jungen Männer nun in den Massai Olympics ihre Ausdauer und Geschicklichkeit. Der Zoo Basel unterstützt dieses Projekt seit dem Jahr 2014.

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