Zwergflusspferdchen Nyande erstmals draussen

(Bildquelle: infoticker)

Geboren ist Nyande bereits am 9. November letzten Jahres. Doch erst jetzt ist das kleine Zwergflusspferd zeitweise für das Publikum zu sehen. In den letzten rund 15 Jahren hat es im Zoo Basel nur zweimal Nachwuchs bei den Zwergflusspferden gegeben und Nyande ist Nummer 75 aller im Zoo Basel...

Zwergflusspferde sind wärmeliebende Tiere, wegen der Kälte blieb Nyande deshalb bisher mit ihrer Mutter Ashaki (12) im Stall. An warmen, sonnigen Tagen kommen die beiden jetzt auf die Aussenanlage.

Bei ihrer Geburt wog Nyande (der Name bedeutet "schön") nur etwas über fünfeinhalb Kilogramm und war etwa so gross wie ein Kaninchen. Ihr Appetit war von Anfang an gut und so nahm sie täglich 400 Gramm an Gewicht zu. Heute bringt sie stattliche 36 Kilogramm auf die Waage.

Sie trinkt etwa alle zwei Stunden bei ihrer Mutter und frisst seit sie zwei Monate alt ist auch immer mehr feste Nahrung. Vater des kleinen Zwergflusspferdes ist Napoleon (10).

Nyande hat schwimmen gelernt

Wie alle Zwergflusspferdjungtiere musste Nyande das Schwimmen erst lernen. Bis sie sich auf der Aussenanlage ins Wasser wagt, wird es aber wohl noch ein Weilchen dauern. Noch ist ihr das Wasser dort zu kalt.

An kühlen Tagen werden sich Mutter und Jungtier die meiste Zeit im Stall aufhalten und nur für die Dauer ihrer Salatmahlzeit die Aussenanlage besuchen. Besucherinnen und Besucher brauchen deshalb an solchen Tagen etwas Glück, um die beiden beobachten zu können.

Partnervermittlung für Zwergflusspferde

Seit 1975 führt der Zoo Basel das internationale Zuchtbuch der Zwergflusspferde und seit 1992 koordiniert er das Europäische Erhaltungszuchtprogramm. Ein EEP funktioniert wie eine Partnervermittlung für Zootiere, nur geben nicht persönliche Vorlieben, sondern die genetischen Voraussetzungen den Ausschlag für eine Partnerschaft.

Um Erbkrankheiten vorzubeugen, werden Paare gebildet, die nicht miteinander verwandt sind. Die Verwandtschaftsbeziehungen werden im Zuchtbuch festgehalten.

Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt

Zwergflusspferde sind leider sehr bedroht. Sie leben in den Regenwäldern in Liberia, Guinea, Sierra Leone und der Elfenbeinküste, alles Länder, die bis in die jüngste Vergangenheit von politischen Unruhen und Instabilität geprägt waren.

Aus diesem Grund engagierten sich dort nur wenige Forscher und Naturschützer. Der Zoo Basel unterstützt ein Schutzprojekt, welches von internationalen Naturschutzorganisationen in Sierra Leone initiiert wurde.

Artikelfotos: Zoo Basel