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Bezahlen im Netz: Diese Zahlungsdienstleister sind im Online-Payment beliebt

(Bildquelle: asp)

Schweizer setzen bei ihrer Online-Bezahlung vor allem auf etablierte Dienstleister. Umfragen zeigen, dass über 28 Prozent Kreditkarten bevorzugen und ca. 18 Prozent PayPal. Welche Zahlungsmöglichkeiten noch häufig zum Einsatz kommen und warum die Transaktionen mit dem richtigen Dienstleister sogar Geld zurückbringen können, zeigen die Einblicke in das Zahlungsverhalten.

Schweizer setzen bei ihrer Online-Bezahlung vor allem auf etablierte Dienstleister. Umfragen zeigen, dass über 28 Prozent Kreditkarten bevorzugen und ca. 18 Prozent PayPal. Welche Zahlungsmöglichkeiten noch häufig zum Einsatz kommen und warum die Transaktionen mit dem richtigen Dienstleister sogar Geld zurückbringen können, zeigen die Einblicke in das Zahlungsverhalten.

Bezahlen im Netz hat Hochkonjunktur

Die Zahl der Online-Einkäufe steigt seit Jahren in der Schweiz rasant. Der Handelsverband schätzt, dass der Umsatz auch 2022 die Marke von mehr als 14,4 Milliarden Schweizer Franken knackt und damit die Zahlen aus 2021 noch einmal nach oben korrigiert. Im internationalen Vergleich befinden sich die Schweizer damit in guter Gesellschaft, denn sie gehören neben Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich zu den Nationen mit den meisten Online-Einkäufen in 2021.

Um Waren und Dienstleistungen im World Wide Web kaufen zu können, wird eine Alternative zum Bargeld benötigt. Eine Zahlungsmittelstudie aus dem Jahr 2022 zeigt, dass vor allem Kreditkarten vom Großteil der Schweizer genutzt werden. Viele haben eine Debit- oder Prepaid-Karte von Visa oder Mastercard und setzen sie regelmäßig bei ihren Online-Bezahlvorgängen ein.

Kreditkarte bleibt beliebtes Zahlungsmittel

Visa und Mastercard dominieren den Schweizer Zahlungsmarkt noch immer mit ihren verschiedenen Kartenmöglichkeiten. Viele Schweizer setzen nicht nur auf die klassischen Kreditkarten, sondern nutzen für eine bessere Kostenkontrolle immer häufiger Prepaid und Debitkarten.

Neben der Zahlung größerer Rechnungsbeträge beim Online-Einkauf sind Kreditkarten auch für Mikrotransaktionen äußerst beliebt. In der Gamingbranche gibt es zwar viele Alternativen (u. a. In-Game-Käufe über die Mobilfunkrechnung), dennoch werden Kreditkarten nach wie vor als häufigstes Zahlungsmittel vor allem bei Käufen über die Konsole oder den PC hinterlegt. Ihre Flexibilität und Sicherheit sind ein weiterer Grund dafür, denn wer sie beispielsweise im Online Casino als Zahlungsmittel einsetzt, weiß, dass die Transaktionen zuverlässig, sofort und ohne versteckte Kosten abgewickelt werden. Stattdessen steht das Budget zum Spielen sofort zur Verfügung.

Dass die Zahlungen mit Kreditkarten weiterhin auf einem hohen Niveau sind und sogar weiter wachsen, liegt auch an den möglichen Cashbacks. Clevere Kreditkartennutzer sichern sich beispielsweise mit ihrer Zahlung und der richtigen Karte eine Rückerstattung für den Transaktionsbetrag. So gibt es beispielsweise bis zu 1 Prozent Gutschrift, was sich bei monatlichen Umsätzen von mehr als 100 CHF rasch summieren kann.

Zahlungsdienstleister holen auf

Die Kreditkarten sind noch immer beliebtestes Zahlungsmittel bei Online-Einkäufen in der Schweiz. Doch andere Dienstleister holen durch ihre vielen Vorzüge auf. PayPal wird beispielsweise immer beliebter, denn Transaktionen lassen sich ebenso sicher in Echtzeit realisieren. Zusätzlich bietet das Unternehmen einen Käuferschutz oder seit neuestem sogar die Möglichkeit zu Ratenzahlungen.

Wer jedoch PayPal nutzen möchte, muss dafür zunächst einen kostenlosen Account eröffnen und diesen mit einem Konto bzw. einer Kreditkarte verknüpfen.

Die Plattform Stripe mit Sitz in Dublin wird ebenfalls immer beliebter. Zahlungen lassen sich komfortabel online wenigen Klicks über den PC und natürlich auch die mobilen Endgeräte realisieren. Immer mehr Online-Shops stellen die Zahlungsmethode als Alternative zu PayPal zur Verfügung, denn sie hat für Händler viele Integrations-Vorzüge. Bei der Nutzung kann es hin und wieder zu Einschränkungen kommen, denn das Betrugserkennungssystem stuft manchmal legitime Käufer als betrügerisch ein, welche es jedoch nicht sind. In dieser Situation können die Zahlungen nicht verarbeitet werden und Kunden müssen sich nach Transaktionsalternativen umsehen.

PostFinance E-Payment ist eine weitere sichere und einfache Möglichkeit, Zahlungen online zu tätigen. Es bietet den Kunden eine Reihe von Zahlungsmöglichkeiten, darunter Kreditkarten, Banküberweisungen, Lastschriftverfahren und andere Formen der digitalen Zahlung. Der Nachteil: Es können Gebühren für bestimmte Transaktionen (vor allem für internationale Überweisungen) anfallen. 

SIX Payments unterstützt ebenfalls zahlreiche Transfermöglichkeiten, beispielsweise Kreditkarten, mobile Zahlungen usw. Ein Nachteil ist die (noch) geringe Verbreitung in der Schweiz, was vor allem an den höheren Gebühren für Händler liegen könnte.

In der Liste der alternativen Zahlungsmöglichkeiten ist auch der All-in-One-Zahlungsdienstleister Payrexx zu finden. Hier können Kunden ebenso mit Kreditkarte, Lastschriftverfahren oder PayPal und Apple Pay bezahlen, wenngleich die Verbreitung in der Schweiz noch in den Kinderschuhen steckt.

Mit DataTrans können Kunden ebenso Zahlungen in Echtzeit vornehmen. Interessant ist diese Methode vor allem für alle, die mit verschiedenen Währungen agieren möchten. Ein Nachteil besteht vor allem in der noch fehlenden Verbreitung, denn die E-Shops bieten DataTrans nicht als Zahlungsoption.

Mobile Payment: Google Pay und Apple Pay etablieren sich

Eine rasante Zunahme bei den Zahlungsabwicklungen erfahren die mobilen Lösungen: Google Pay und Apple Pay.

Google Pay ist ein von Google entwickelter elektronischer Zahlungsdienst, der es Nutzern ermöglicht, Zahlungen mit kompatiblen Android-Geräten durchzuführen. Er unterstützt sowohl NFC-basierte kontaktlose Zahlungen als auch Online-Zahlungen. Auch Apple Pay basiert auf einem nahezu identischen Prinzip, wird jedoch für iPhones, iPads und Macs genutzt.

Beide Dienste haben sich bislang als äußerst sicher bei der Abwicklung erwiesen und setzen ähnliche Vorgehensweisen bei der Nutzung voraus. Bevor Kunden Google und Apple Pay für ihre Transaktionen einsetzen können, muss eine Verknüpfung mit der App und einer Kreditkarte erfolgen.

Bezahlen per App: Twint überzeugt Mehrheit der Schweizer

74 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen mindestens eine kontaktlose Zahlungsmethode per Handy beziehungsweise App. Allerdings ist Twint die einzige mobile Zahlungslösung, die von der Mehrheit der Bevölkerung (64 Prozent im Laden, 56 Prozent online) genutzt wird. Der Zahlungsanbieter überzeugt vor allem mit hoher Sicherheit und Transfers in Echtzeit. Darüber hinaus stehen viele andere interessante Features, wie beispielsweise ein Treueprogramm oder ein eigenes Shoppingangebot mit kooperierenden Partnern und ihren Sonderangeboten zur Verfügung.

Kostenlose Illustrationen zum Thema Paypal PayPal gilt als zuverlässiger und sicherer Zahlungsdienstleister, der auch bei Schweizer Online-Käufern immer mehr Anklang findet.

Krypto Wallets noch nicht in der Mitte der Bevölkerung angekommen

Krypto Wallets werden zwar häufiger als Zahlungsmöglichkeit genutzt, im Vergleich zu anderen Transaktionsmethoden sind Bitcoin und Co. jedoch wenig beliebt. Zwar gilt die Schweiz als Krypto-freundliches Land, doch Bitcoin und Co. in den Wallets der Schweizer werden zögerlich für Zahlungsvorgänge genutzt. Ein Grund hierfür ist das in vielen Online-Shops noch fehlende Angebot dafür. Wenn die Krypto-Zahlung möglich ist, gilt dies meist für Bitcoin. Doch gerade die Gebühren im Bitcoin-Netzwerk für die Abwicklung der Transaktionen schrecken noch viele Wallet-Inhaber ab.

Fazit

Noch immer gehört die Kreditkarte auch in der Schweiz mit mehr als 80 Prozent zu den beliebtesten Zahlungsmöglichkeiten (online und offline). Experten gehen davon aus, dass sich daran in den nächsten Jahren nichts ändert, wenngleich sich mit PayPal, Stripe und Co. viele interessante Zahlungsalternativen etablieren.